Woher kommt „…alles in Butter“?

6. Oktober 2026

Der tonalto Butterkühler, oder auch französische Butterdose wurde ja vor etwa 200 Jahren entwickelt, um das wertvolle Nahrungsmittel Butter zu schützen und frisch zu halten – das keramische Gefäß hat also hier die Schutzfunktion… Es gab aber auch frühere Zeiten wie das Mittelalter oder die Neuzeit, in denen es sich gelegentlich genau anders herum verhielt – Butter schützte wertvolle Keramik, meist teures, damals unbezahlbares Porzellan oder Glas während des Transportes über unwegsames Gelände oder Gebirge. So etwas wäre heute undenkbar – ein wertvolles Lebensmittel als Füll- und Polstermaterial…


Stoffe oder Stroh boten bei den heftigen Erschütterungen auf den rauen Wegen, ob auf dem Karren oder in der Tragekiepe nicht den ausreichenden Schutz. Händler kamen da auf eine schlaue Idee: Sie schmolzen Butter, die damals als landwirtschaftliches Erzeugnis vergleichsweise preiswert im Vergleich zu den teuren keramischen Waren war, in großen Mengen und gossen diese in Fässer oder Kisten in denen die Ware geschichtet war. Nach dem Erkalten bot die Butter sicheren Transportschutz. Allerdings hatte diese Methode auch erhebliche Nachteile. Sie funktionierte nur bei niedrigen Außentemperaturen, vorzugsweise im Winter, und die Transportbehälter hatten durch die Füllung ein enormes Gewicht. Aber Gläser und Porzellan kamen meist unversehrt am Bestimmungsort an, weil „alles in Butter“ war – und damit in bester Ordnung. Die Redewendung ist bis heute erhalten geblieben – die fragwürdige Transportmethode natürlich nicht…


Der nachfolgende Link verweist auf „die Sendung mit der Maus“, die das nochmal anschaulich erklärt! Viel Spaß!

www.kinder.wdr.de


Ob das wirklich so war, oder Volksglaube ist, ist nicht zu 100% belegbar. Nachvollziehbar und belegbar sind die Quellen aus der Gastronomie, in der mit „alles mit guter Butter zubereitet“ als werbliches Argument diente, „also alles in Butter war“…


Quellen: Wikipedia, google, Stollsteimer.de und WDR

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